Tobias Pokrop als Rutesheimer Bürgermeister vereidigt
Amtseinsetzung in der Aula des Schulzentrums
Mit einer wunderbaren Feier in der Aula des Schulzentrums ist Tobias Pokrop am vergangenen Freitag offiziell als neuer Rutesheimer Bürgermeister vereidigt worden. Die Halle war voll – zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Schulen und Kirchen waren gekommen, um ihren neuen Bürgermeister herzlich willkommen zu heißen. Der Abend war geprägt von vielen guten Wünschen und der spürbaren Vorfreude auf die gemeinsame Zukunft.
Die Begrüßung und Moderation übernahm Erster Beigeordneter Martin Killinger, der mit Tobias Pokrop bereits die erste Arbeitswoche erlebt hatte. Er machte deutlich, wie vielseitig und anspruchsvoll das Amt des Bürgermeisters sei: „Die Erwartungshaltung ist hoch.“ Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass die Stadt mit Tobias Pokrop den richtigen Mann gefunden habe. Er bringe „Realitätssinn und Erfahrung als Bürgermeister“ mit und sei für die neuen Aufgaben gut gerüstet. Besonders hob er dessen offene und geradlinige Art hervor. Und mit Blick auf die zukünftige Zusammenarbeit sagte er: „Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, wir folgen Ihnen gerne nach.“
Landrat Roland Bernhard bezeichnete Rutesheim als „eine tolle Stadt“ – die älteste Kommune im Landkreis, mit starker Wirtschaft, aktiven Vereinen und „immer sehr guten Bürgermeistern“. Dabei würdigte er den engagierten Wahlkampf von Tobias Pokrop, der „nah an den Menschen dran“ gewesen sei. Zugleich erinnerte Bernhard an die enorme Bandbreite des Bürgermeisteramtes: „Ein Bürgermeister muss Manager, Finanzgenie, Berater, Beichtvater und Blitzableiter sein.“ Greifbar und verantwortlich für nahezu alles vor Ort. Passend dazu zitierte er den früheren Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel: „Der Bürgermeister ist verantwortlich für täglich Brot und für jeden Hundekot.“
Besonders hob der Landrat die langjährige Verwaltungserfahrung des neuen Rathauschefs hervor. Tobias Pokrop war in seiner beruflichen Laufbahn bereits Kämmerer, Bürgermeister und bringt insgesamt 23 Jahre Erfahrung in der Verwaltung mit. Gerade in finanziell schwierigen Zeiten sei es ein großer Vorteil, „wenn da ein Profi sitzt“. Roland Bernhard reichte ihm „die ausgestreckte Hand“ und kündigte an, die bewährte gute Zusammenarbeit mit Rutesheim fortsetzen zu wollen.
Seit vergangenem Freitag ist Tobias Pokrop nun offiziell Bürgermeister der schönen Stadt Rutesheim. Im Rahmen einer Feier mit vielen Gästen wurde er vereidigt und durfte seine Wahlprüfungsurkunde in Empfang nehmen. Und natürlich hatten einige Menschen zu diesem Neustart in Rutesheim etwas zu sagen.
Für den Gemeinderat sprach der stellvertretende Bürgermeister Harald Schaber. Er hieß Tobias Pokrop herzlich willkommen und blickte zugleich auf eine Phase großer personeller Veränderungen in der Stadtverwaltung. Innerhalb kurzer Zeit verliere die Stadt mehrere prägende Persönlichkeiten: Susanne Widmaier ist ausgeschieden, Stadtbaumeister Bernhard Dieterle-Bard ist nach 30 Jahren in den Ruhestand gegangen und Ende des Jahres wird auch Erster Beigeordneter Martin Killinger nach über 40 Jahren bei der Stadt verabschiedet. „Das muss man erst einmal auffangen“, sagte Schaber, zeigte sich aber zugleich optimistisch: „Ich denke, wir dürfen positiv in die Zukunft schauen.“ Er verwies auf große Projekte, die die Stadt in den kommenden Jahren beschäftigen werden – darunter das Rutesheimer Wärmenetz oder die Vermarktung der Bosch-Bauflächen. Ein besonderes Lob richtete Schaber an die Familie des neuen Bürgermeisters, vor allem an dessen Frau Tanja: Sie sei im Wahlkampf „eine beeindruckende Unterstützung“ gewesen und werde sicher auch künftig „ein sehr starker Rückhalt“ sein. „Wir freuen uns auch auf die Begegnungen mit Ihnen und den Kindern“, sagte Schaber.
Als Vertreter der Kommunen sprach der Bürgermeister von Bondorf, Bernd Dürr. Er betonte die gute interkommunale Zusammenarbeit und warb dafür, weiterhin „Hand in Hand“ zu agieren: „Wenn man die Kräfte bündelt, kann man besser arbeiten – miteinander statt jeder alleine.“ Gleichzeitig erinnerte er alle in der Halle daran, dass hinter dem Amt immer auch ein Mensch stehe: „Lasst eurem Bürgermeister auch etwas Luft.“
Für die Schulen sprach Jürgen Schwarz, der Schulleiter des hiesigen Gymnasiums, der Tobias Pokrop als sehr interessiert beschrieb. Das Schulzentrum mit seinen rund 2.500 Schülerinnen und Schülern liege ihm am Herzen. „Er wirkt entschlossen und sehr klar. Er kann zuhören und hat aber auch etwas zu sagen“, sagte Schwarz und ergänzte überzeugt: „Ich bin sicher, das wird gut.“
Pfarrerin Rühle sprach für die Kirchengemeinden und hieß den neuen Bürgermeister ebenfalls herzlich willkommen. Sie sprach über den Begriff der Macht und machte deutlich, dass Macht nicht grundsätzlich negativ sei: „Macht bedeutet, Mittel und Kraft zu haben, gemeinsam Ziele zu erreichen.“ Sie gab Tobias Pokrop mit auf den Weg, seine Verantwortung stets „zum Nutzen und zum Wohle der Stadt und der Menschen“ einzusetzen. Mit einem biblischen Gedanken erinnerte sie daran: „Wer der Größte sein will, der werde Diener.“
Für die Vereine trat Günter Dums ans Rednerpult. Er bezeichnete die Amtseinsetzung als „Meilenstein für Bürgermeister Pokrop aber auch einen wichtigen Moment für die Stadt“. Das gute Miteinander mache Rutesheim aus. Die Vereine stünden bereit, „aktiv mitzuwirken und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen“. Denn: „Im offenen Dialog entstehen die besten Lösungen.“
Stephan Wensauer richtete als Personalratsvorsitzender die Grüße der rund 347 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus. Die ersten Tage seien bereits intensiv gewesen. Gleichzeitig versicherte er dem neuen Bürgermeister: „Sie können sich auf Ihre Mitarbeiter verlassen.“ Mit großem Engagement arbeite die Verwaltung täglich dafür, „dass alles funktioniert – oft im Hintergrund, aber immer mit vollem Einsatz“. Für die Zukunft wünsche man sich auch weiterhin eine Zusammenarbeit „mit Respekt und auf Augenhöhe“.
Schließlich ergriff Tobias Pokrop selbst das Wort. Sichtlich bewegt bedankte er sich für den herzlichen Empfang: „Ich freue mich, dass Sie da sind, um diesen besonderen Moment mit mir zu feiern.“ Es sei für ihn bereits die dritte Amtseinsetzung als Bürgermeister, „aber das verliert nie seine Besonderheit“. Der Wechsel nach Rutesheim bedeute für ihn noch einmal einen großen Schritt: „Mit mehr als der Verdoppelung der Einwohnerzahl im Vergleich zu Riederich ist das eine echte Herausforderung.“
Er versprach, sein neues Amt „mit Demut, Dankbarkeit, großem Respekt und viel Elan“ anzugehen. Vieles sei für ihn noch neu, gleichzeitig habe er bereits eine große Offenheit und Herzlichkeit erlebt: „Das hat mich bestätigt, dass es richtig war, den Hut in den Ring zu werfen.“ Der Wahlkampf und die Dynamik, die daraus entstanden sei, erfüllten ihn noch immer mit großem Stolz.
Bürgermeister Pokrop kündigte an, Bewährtes fortsetzen, zugleich aber auch neue Impulse setzen zu wollen. Dabei brauche es jedoch stets „eine realistische Bewertung des Leistbaren“. Zwischen Wünschen, Erwartungen und Machbarkeit müsse verantwortungsvoll abgewogen werden. Auch die großen personellen Veränderungen in der Verwaltung sprach er an. Man hoffe natürlich, wichtige Stellen wieder gut besetzen zu können. „Wir werden den Kopf sicher nicht in den Sand stecken“, sagte er kämpferisch. Sein Ziel sei klar: „Lassen Sie uns gemeinsam darauf hinarbeiten, zum starken Motor der Region zu werden.“
Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte der Musikverein Rutesheim mit ausgewählten Musikstücken. Besonders symbolträchtig war dabei gleich zu Beginn der Marsch „Auf zum Start“ – ein musikalischer Auftakt für einen neuen Abschnitt in der Geschichte der Stadt Rutesheim.

