Nachhaltig, praktisch und von Herzen

Gemeinderäte erhalten besondere Weihnachtsgeschenke

Wunderschöne, nachhaltige und zugleich praktische Weihnachtsgeschenke haben die Mitglieder des Rutesheimer Gemeinderats in diesem Jahr erhalten: Sie bekamen individuelle Taschen, die der Nähkreis des Freundeskreises Flüchtlinge extra für diesen Anlass hergestellt hat. Mit dem Präsent wollte die Stadt Rutesheim zum Jahresende einmal mehr Danke sagen – für das große ehrenamtliche Engagement der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.

Ob Gemeinderatssitzungen, Ausschüsse oder Fraktionssitzungen: Die Arbeit im Gemeinderat ist zeitintensiv und verantwortungsvoll. Bürgermeisterin Susanne Widmaier weiß diesen Einsatz sehr zu schätzen. „Unsere Gemeinderätinnen und Gemeinderäte investieren viel Zeit und Energie für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger. Mit dem Weihnachtsgeschenk möchten wir unsere Anerkennung ausdrücken“, betont die Bürgermeisterin.

In den vergangenen Jahren gehörte ein kleines Präsent zum festen Bestandteil des Jahresabschlusses. Für dieses Jahr sollte es etwas Besonderes sein. Die Idee zu den Taschen entstand nach einem Besuch der Bürgermeisterin beim Freundeskreis Flüchtlinge. Alle zwei Wochen treffen sich geflüchtete Frauen gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen zum Nähen, Austauschen und Zusammensein. „Als ich gesehen habe, mit wie viel Kreativität, Sorgfalt und Freude dort gearbeitet wird, war schnell klar: Das passt perfekt“, so Bürgermeisterin Widmaier.

Gesagt, getan: Insgesamt 22 Taschen wurden für die Mitglieder des Gemeinderats genäht. Bereits vor dem Sommer begann der Nähkreis mit der Entwicklung der Designs. Bis November wurde geschnitten, genäht und verfeinert. Entstanden sind geräumige, stabile Shopper, die sich für Einkäufe, Reisen oder den Sitzungsalltag eignen. Jede Tasche ist ein Unikat – mit Rutesheim-Logo und individuell abgestimmten Farben und Mustern. Für jede Gemeinderätin und jeden Gemeinderat wurde bewusst überlegt, was gut passen könnte.

Der Nähkreis

Der Nähkreis selbst ist ein lebendiges Beispiel für gelebte Integration. In der Regel treffen sich dort fünf bis sechs ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie zwischen zwei und acht geflüchtete Frauen. Neben den Taschen für den Gemeinderat wurden in der Vergangenheit bereits zahlreiche andere Projekte umgesetzt – unter anderem Näharbeiten für Krankenhäuser sowie das Nähen von Atemschutzmasken während der Corona-Pandemie. Für die Teilnehmerinnen ist der Nähkreis weit mehr als ein kreatives Angebot. Farida Ziwari und Hikmet Er, die beide aktiv dabei sind, betonen, wie wichtig diese Treffen für sie sind. „Der Nähkreis ist für uns wie eine Pause vom Alltag“, sagen sie. „Wir sprechen, wir lachen, wir essen zusammen – und wir nähen. Es ist einfach eine schöne Gruppe.“

Am Ende sind sich alle Beteiligten einig: Die Weihnachtsgeschenke für den Gemeinderat sind nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, sondern auch ein gelungenes Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit, Ehrenamt und Gemeinschaft in Rutesheim Hand in Hand gehen können.

Gruppenbild im Büro der Bürgermeisterin Foto: Bürgermeisterin Susanne Widmaier, Elke Zahn, Hkmet Er, Karin Behnisch und Farida Ziwari.
Foto: Bürgermeisterin Susanne Widmaier, Elke Zahn, Hikmet Er, Karin Behnisch und Farida Ziwari (v.l.)