Die Sprachförderung ist ein wichtiger Baustein
Großer Dank für jahrzehntelanges Engagement
Die Sprachförderung in Rutesheim ist seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Baustein für gelingende Integration und Bildung. Beim jüngsten Treffen mit Vertreterinnen des Arbeitskreises Sprachhilfe nutzte Erster Beigeordneter Martin Killinger die Gelegenheit, den engagierten Frauen seinen herzlichen Dank für ihren langjährigen und außergewöhnlichen Einsatz auszusprechen.
Im Mittelpunkt standen dabei zwei Persönlichkeiten, die die Sprachförderung über viele Jahre entscheidend geprägt haben. Elke Kegel engagiert sich seit 25 Jahren mit großem Einsatz für Kinder mit Sprachförderbedarf. Franziska Schimo-Lott war 21 Jahre lang als Mentorin tätig und fungierte als wichtiges Bindeglied zwischen der Theodor-Heuss-Schule und der Sprachförderung. Mit ihrem Eintritt in den Ruhestand übergibt sie diese verantwortungsvolle Aufgabe an Meike Huttenlocher, die künftig als Mentorin die Arbeit fortführen wird.
An dem Treffen nahmen außerdem Susanne Brodesser, Leiterin des Arbeitskreises Sprachhilfe, sowie Annemarie Gunter teil. Gemeinsam blickten sie auf die Entwicklung einer Initiative zurück, die seit 1979 Kindern und Jugendlichen mit nichtdeutscher Muttersprache den Weg in Bildung und Gesellschaft erleichtert. Was einst im Kleinen begann, hat sich zu einem beeindruckenden Netzwerk entwickelt. Heute engagieren sich mehr als 20 Sprachförderkräfte in den Rutesheimer Kindergärten und an der Theodor-Heuss-Schule. Sie begleiten Kinder vom Kindergartenalter bis in die weiterführenden Klassen, fördern sie in kleinen Lerngruppen, unterstützen bei den Hausaufgaben und bereiten Schülerinnen und Schüler auf Abschlussprüfungen vor. Ziel ist es, Sprachbarrieren abzubauen, Bildungschancen zu verbessern und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Rund 85 Kinder im Kindergarten sowie etwa 160 Schülerinnen und Schüler profitieren derzeit von diesem Angebot. Dabei geht es längst nicht nur um das Erlernen der deutschen Sprache. Die Sprachförderkräfte stärken das Selbstvertrauen der Kinder, vermitteln Freude am Lernen und helfen ihnen, den Unterricht erfolgreich zu bewältigen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen und Eltern leistet der Arbeitskreis Sprachhilfe einen wichtigen Beitrag für das Miteinander in der Stadt. Martin Killinger würdigte dieses außergewöhnliche nebenberufliche Engagement ausdrücklich. Die langjährige Kontinuität und die hohe fachliche Qualität der Sprachförderung seien ein großer Gewinn für Rutesheim. Sein besonderer Dank galt allen Frauen, die sich mit großem persönlichem Einsatz für die Kinder engagieren und damit seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag für Chancengleichheit und Integration leisten.
Mit Meike Huttenlocher übernimmt nun die nächste Generation Verantwortung und führt die erfolgreiche Arbeit als Mentorin des Arbeitskreises Sprachhilfe fort – ein wichtiges Signal dafür, dass die Sprachförderung in Rutesheim auch künftig auf engagierte Menschen bauen kann.

