Spendenaktion für klimastabilen Forst
300 neue Bäume für den Rutesheimer Wald
Am Dienstag fand im Rutesheimer Stadtwald die symbolische Baumspendenübergabe von insgesamt 1.000 Bäumen an die Stadt Rutesheim und die Gemeinde Weissach statt. Gespendet wurden die Setzlinge von der Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Diese setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2020 unter anderem aktiv für den Schutz des baden-württembergischen Waldes ein. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., Landesverband Baden-Württemberg (SDW BW) ist dabei Kooperationspartnerin und findet geeignete Flächen in interessierten Kommunen.
Das Treffen fand direkt an einer der Rutesheimer Flächen statt, auf der die Setzlinge bereits ihren Platz gefunden haben und die Wuchshüllen auch schon angebracht sind. Bürgermeisterin Susanne Widmaier betonte bei der symbolischen Übergabe die zentrale Bedeutung des Waldes für die Menschen und die Kommune. Früher seien Bäume Geldbringer gewesen. Das habe sich komplett gedreht. „Der Wald ist für uns ein wertvoller Ort der Erholung, Lebensraum für Tiere und Pflanzen, aber auch ein wichtiger CO₂-Speicher. Wir bemühen uns, allen Nutzergruppen gerecht zu werden – vom Forst über die Jägerschaft bis hin zu Spaziergängern und Radfahrern und dabei das Klima zu schützen.“ Ihr Kollege Jens Millow aus Weissach stimmte zu, auch in der Nachbarkommune kämpft man gegen den Klimawandel, die Trockenheitsschäden und den Borkenkäfer. „Wir brauchen andere Zusammenstellungen in den Wäldern, damit er resilienter wird.“
Mit vor Ort war Revierförster Ulrich Neumann, der die Gruppe durch den Wald führte und Einblicke in die aktuelle Situation des Rutesheimer Forsts gab. Wie vielerorts in Baden-Württemberg leidet auch der heimische Wald stark unter Trockenheit. Einzelne Baumarten zeigen deutliche Schäden, manche Bestände sterben ab. „Wo es möglich ist, setzen wir auf Naturverjüngung“, so Neumann. Doch dort, wo diese ausbleibt, muss aktiv nachgepflanzt werden – mit klimaresilienten Baumarten wie Edelkastanie, Elsbeere und Douglasie. Gerade deshalb sind Spendenaktionen wie diese von großer Bedeutung. Denn die Aufforstung ist nicht nur arbeitsintensiv, sondern auch kostspielig: Vom Kauf der Setzlinge über die Vorbereitung der Flächen bis hin zu Wuchshüllen und Pflanzarbeit – all das summiert sich. Umso wertvoller ist die Unterstützung durch die Sparda-Bank-Stiftung. Bank-Vertreter Jan Laure berichtete von dem hohen Stellenwert, den die Spendenaktionen im Unternehmen einnehmen. Denn Aufforstung sei eine der effektivsten Maßnahmen, um CO₂ zu binden und den Klimawandel zu bekämpfen. „Verantwortung in der Region zu übernehmen, ist seit Beginn an Leitmotiv unseres Tuns."
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ist als eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen in einem Bundesverband sowie selbständigen Landes- und Kreisverbänden organisiert. Die Mehrung von Wald durch die Pflanzung von Bäumen steht im Vordergrund der Tätigkeit. Die Waldpädagogik ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der SDW.
Mit dem Pflanzen junger, robuster Baumarten soll der Rutesheimer Wald fit für den Klimawandel gemacht werden. Die Spende ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung – und ein starkes Zeichen dafür, was durch gemeinsame Anstrengung möglich ist.

