Bestes Fahrradklima im Ländle!
Rutesheim auf Platz 1 der radfahrerfreundlichsten Städte in Baden-Württemberg
Rutesheim ist die fahrradfreundlichste Stadt Baden-Württembergs! Das ergab der jüngste Fahrradklimatest, zu dem der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) alle zwei Jahre aufruft. Betrachtet man den bundesweiten Notenschnitt von 3,92 liegt Rutesheim mit der Gesamtnote 2,4 (2022: 2,5) deutlich besser und erzielte damit nicht nur die beste Bewertung im Land Baden-Württemberg, sondern landete selbst bundesweit auf dem vierten Platz unter 423 Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern. Bei den Zusatzfragen „Miteinander im Verkehr“ gab es bundesweit den dritten Platz.
Ein bemerkenswertes Ergebnis und eine besondere Auszeichnung, denn schließlich setzen sich Bürgermeisterin Susanne Widmaier und Erster Beigeordneter Martin Killinger, der Gemeinderat und die ganze Stadtverwaltung seit Jahren für die Optimierung der Radverkehrsinfrastruktur und der Radkultur ein. Entsprechend glücklich sind beide über diese erneute Bestätigung ihrer Bemühungen. „Ein großes Dankeschön an alle, die bei der Befragung mitgemacht und Rutesheim bewertet haben! Das ist ein gutes Zeugnis, das Sie uns für all die Verbesserungen, die wir seit Jahren für das klimafreundliche, leise und gesunde Radeln anstreben und kontinuierlich umsetzen, ausstellen konnten!“
Dass das Thema Radfahren weit oben auf der Agenda der Stadt Rutesheim steht, zeigen unter anderem die Investitionen in eine radfreundliche Infrastruktur mit Umgehungsstraßen und Verkehrsberuhigungen innerhalb der Stadt, mit Radwegen und Radverkehrsstreifen in und um die Stadt, mit Solarbeleuchtung des Schulradwegs Perouse-Rutesheim und einer guten Ausleuchtung der Radwege insgesamt, mit vielen und guten Fahrradhalterungen sowie drei Rad-Service-Stationen, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch die vom Landkreis Böblingen inzwischen beauftragte durchgehende Wegweisungen für Radler/innen im Landkreis und die geplante bauliche Verbreiterung der bestehenden, jedoch schmalen Radwege Rutesheim-Flacht und Rutesheim-Renningen unterstützt die Stadtverwaltung aktiv.
Radfahrer erfahren zudem direkte und indirekte Unterstützung durch kostenlose Radausfahrten der SKV Rutesheim und AG Pro Rad, Knöllchen für Falschparker auf Geh- und Radwegen, einen Pedelec-Verleih und insgesamt durch das Radverkehrskonzept im Rahmen des 2022 neu aufgestellten und vom Gemeinderat beschlossenen Mobilitätskonzepts. Bei allen Planungen in Rutesheim wird der Radler mitbedacht.
Zusätzlich versucht die Stadtverwaltung die Bürgerinnen und Bürger über die regelmäßige Beteiligung an Aktionen wie dem Stadtradeln und über Öffentlichkeitsarbeit, wie etwa die besondere öffentliche Auszeichnung der Stadtradlerinnen und Stadtradler, zum Radfahren zu motivieren und die Radkultur insgesamt in Rutesheim zu stärken. Und sie geht dabei mit gutem Beispiel voran. „Viele von uns schwingen sich regelmäßig selbst aufs Fahrrad“, berichtet Susanne Widmaier. „Allen voran Martin Killinger, der quasi unsere Triebfeder ist.“
Mit dem JobRad hat die Stadtverwaltung einen Anreiz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen, das Auto stehen zu lassen. Least ein städtischer Mitarbeiter oder eine städtische Mitarbeiterin ein Fahrrad oder Pedelec, beteiligt sich die Stadt Rutesheim mit zehn Euro an den monatlichen Kosten und übernimmt zudem die Versicherungsprämie.
Und auch der Gemeinderat unterstützt das Radeln und überhaupt alle klimafreundlichen Planungen und Verbesserungen engagiert. Städtische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wie Gemeinderäte und Gemeinderätinnen, sie alle wissen aus eigener Erfahrung, wo der Schuh drückt, und ziehen an einem Strang, um das Radfahrklima kontinuierlich zu verbessern.
Es sei schön, zu sehen, dass sich die gemeinsamen Anstrengungen beim ADFC-Fahrradklimatest in einem guten Ergebnis niedergeschlagen haben, so Susanne Widmaier und Martin Killinger. „Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Gleichzeitig ist die Auszeichnung für uns auch Ansporn, nicht nachzulassen. „Rutesheim hat viel erreicht und wir schauen nun die einzelnen Beurteilungen an, und hoffen beim nächsten Test in zwei Jahren wieder auf ein gutes Ergebnis“, bekunden sie.
Auswertung ADFC Fahrradklima-Test 2024 (PDF) (6,3 MB)
Stärken und Schwächen im Städtevergleich
Stärken:
- Öffentliche Fahrräder / Fahrradverleih
- Werbung für das Radfahren
- Oberfläche der (Rad)wege
Schwächen:
- Radfahren für Alt und Jung
- Konflikte mit Fußgängern
- Wegweisung für Radfahrer

