Ergebnis der Probebohrung zur Wasserversorgung

Neue Erkenntnisse für den Zweckverband

Am 21. November 2025 hat der Zweckverband Renninger Wasserversorgungsgruppe (ZVRW) die Erkundungsbohrung südlich von Malmsheim und westlich von Renningen im Gewann „Hühneräcker“ im Bereich Mühlberg/Galgenberg erfolgreich abgeschlossen. Damit endet eine wichtige Maßnahme zur Sicherung der regionalen Trinkwasserversorgung und liefert dem ZVRW neue Erkenntnisse.

Der ZVRW versorgt heute rund 30.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den Mitgliedskommunen Rutesheim und Renningen zuverlässig mit Trinkwasser in bester Qualität. Etwa 40 Prozent stammen dabei aus eigenen Quellen, während 60 Prozent über die Bodenseewasserversorgung bezogen werden. Angesichts der zunehmenden Herausforderungen durch Klimawandel, längere Trockenphasen sowie den steigenden Wasserbedarf von Bevölkerung und Wirtschaft gewinnt die Sicherung und der Ausbau eigener Wasserressourcen immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig muss der Wasserpreis für alle bezahlbar bleiben.

Zwischen dem 29. September und dem 21. November 2025 wurde daher in Renningen/Malmsheim eine Probebohrung bis zu einer Tiefe von rund 100 Metern durchgeführt. Ziel war es, die Grundwasservorkommen genauer zu erkunden und – bei ausreichender Ergiebigkeit – die Grundlage für den Bau eines neuen Brunnens zu schaffen. Der Standort war zuvor anhand von Luftbildauswertungen sowie geo­seismischen und geoelektrischen Messungen ausgewählt worden.

Abschließend kann der ZVRW berichten, dass an diesem Standort zwar Grundwasser nachgewiesen wurde, die Menge jedoch nur gering ausfällt. Auf Basis dieser Erkenntnis wäre der Bau eines neuen Brunnens wirtschaftlich nicht sinnvoll, da die erforderlichen Investitions- und Betriebskosten den Nutzen deutlich übersteigen würden. Dennoch wurde eine Überflur-Grundwassermessstelle eingerichtet, die künftig wertvolle Daten zur Sicherung der eigenen Wasserressourcen liefern soll.

Der ZVRW blickt optimistisch in die Zukunft. Auch weiterhin möchte der Verband den Ausbau der Eigenwasservorkommen vorantreiben sowie die bestehende Infrastruktur vorausschauend und nachhaltig sichern und erweitern. Weitere potenzielle Gebiete für den Ausbau der Eigenwasservorkommen befinden sich bereits in der engeren Auswahl und sollen genauer untersucht werden.

Zur Sicherung und Erweiterung der Infrastruktur wird derzeit der Hochbehälter Mittelwäldle neu errichtet – mit einem zukünftigen Fassungsvermögen von 2.000 m³ statt bisher 400 m³. Weitere Projekte befinden sich in Planung und basieren auf einem Strukturgutachten, das der Verband im Jahr 2022 erstellen ließ.

Bohrkran bei der Probebohrung auf einem Feld.