Neue Trauergruppen für alle Altersgruppen

Ambulanter Hospizdienst Leonberg ist zuständig für Rutesheim

Der Verlust eines geliebten Menschen gehört zu den schwersten und schmerzlichsten Einschnitten im Leben. Und weil Trauer das Gespräch und den Ausdruck von Gefühlen sucht, begleitet der Ambulante Hospizdienst Leonberg seit vielen Jahren Menschen in der schweren Zeit vor und nach einem solchen Verlust. Im November und Dezember starten zwei Angebote der Trauerbegleitung für Erwachsene und – ganz neu – für Jugendliche im Hospiz in Leonberg, zu denen alle Rutesheimer Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind.

Am 8. Dezember beginnt eine neue fortlaufende Trauergruppe für Erwachsene, die sich sieben Mal, immer montags, für je zwei Stunden im Hospiz in Leonberg trifft. Sie soll Trauernde darin unterstützen, eigene Formen der Bewältigung zu entwickeln und ihnen helfen, Wege zurück ins Leben zu finden. Außerdem geht der Verein neue Wege in der Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen und bietet ab 14. November auch einen Jugendtrauer-Treff an.

Mit diesem Konzept möchte sich der Ambulante Hospizdienst künftig Jugendlichen den Raum, die Sprache und die Methoden bieten, die ihrer Lebenswelt entsprechen. „Jugendliche trauern anders“, erläutert Daniela John, Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes Leonberg. „Sie stehen mitten in ihrer Entwicklung, sind oft hin- und hergerissen zwischen Rückzug und dem Wunsch nach Austausch – und genau da wollen wir ansetzen.“

Um den spezifischen Bedürfnissen beider Altersgruppen gerecht zu werden, splittet das neue Konzept künftig die Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen auf. Für Kinder bis 13 Jahre, bei denen ein Familienmitglied lebensverkürzend erkrankt oder bereits verstorben ist, bietet das Hospiz Leonberg die Gruppe Sunshine-Kids an, die sich einmal im Monat trifft. Kinder bekommen dort Werkzeuge an die Hand, die ihnen helfen sollen, mit Sterben, Tod und Trauer umzugehen. „Das läuft über unterschiedlichste Ausdrucksformen, sowohl sprachlich, kreativ, künstlerisch als auch spielerisch,“ beschreibt Daniela John das Konzept.

Neuer Jugendtrauer-Treff

Für Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahre, die um einen nahestehenden Menschen trauern, wurde das vollkommen neue Format des Jugendtrauer-Treffs entwickelt. Er findet ab Freitag, 14. November, einmal im Monat, jeweils freitags, im zweiten Obergeschoss des Hospizes in Leonberg statt. Die Teilnahme ist kostenlos, anmelden kann man sich per E-Mail an maren.heger@hospiz-leonberg.de oder per Telefon oder WhatsApp unter 0160 98183572.

„Jugendliche, die jemanden verloren haben, wissen häufig nicht wohin mit allem. Sie empfinden oft ein Wirrwarr an Gefühlen wie Wut, Schmerz, Leere, Hilflosigkeit, wollen aber trotzdem schöne und coole Dinge tun und Spaß haben,“ erläutert Maren Heger vom Ambulanten Hospizdienst für Kinder und Jugendliche. „Sie wollen mit anderen lachen, reden, chillen und manchmal auch traurig sein. Und da wollen wir diese Jugendlichen mit dem Jugendtrauer-Treff abholen,“ so die Systemische Kinder-, Jugendlichen- und Familien-Trauerbegleiterin, die den Treff gemeinsam mit Trauerbegleiter Bernd Huber leiten wird.

Info

Fortlaufende Trauergruppe für Erwachsene
Beginn: Montag, 8. Dezember
Dauer: sieben Montage à zwei Stunden (weitere Infos bei der Anmeldung)
Hospiz Leonberg
Anmeldung: Bis 23. November unter Telefon 07152 3355204 oder per E-Mail an daniela.john@hospiz-leonberg

Jugendtrauer-Treff
Beginn: Freitag, 14. November
Weitere Termine: 12. Dezember, 9. Januar, 6. Februar, 6. März, 17. April, 22. Mai, 19. Juni
Dauer: jeweils von 16 bis 19 Uhr
Hospiz Leonberg

Anmeldung per E-Mail an maren.heger@hospiz-leonberg.de oder per Telefon oder WhatsApp unter 0160 98183572.
 

Fünf Personen sitzen auf Stühlen im Kreis.
Foto: iStock Credit: KatarzynaBialasiewicz