Bund fördert Radweg zwischen Rutesheim und Flacht
Klimaschutz vor Ort umsetzen und erlebbar machen
Mit über 1,4 Millionen Euro fördert der Bund den Bau des Radwegs zwischen Rutesheim und Weissach-Flacht. Der Leiter der Abteilung Nationaler und Europäischer Klimaschutz im Bundesumweltministerium, Thomas Kralinski, überbrachte bei einer kürzlichen Stippvisite im Landratsamt Böblingen den entsprechenden Förderbescheid. Das Vorhaben wird im Rahmen der Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert.
Verkehrsdezernent Gernot Kämmerer, der den Bescheid für den Landkreis Böblingen entgegennahm, freut sich über die großzügige Förderung: „Wir investieren in den Erhalt sowie den verkehrssicheren Ausbau unserer Infrastruktur im aktuellen Standard und in durchgängige, alltagstaugliche Radverbindungen, um den Radverkehrsanteil am Verkehrsaufkommen wesentlich zu erhöhen“, erklärte er. Immer wieder gelinge es dem Kreis, verfügbare Fördermittel von Bund und Land auszuschöpfen und so Projekte zu ermöglichen, die sonst nicht umsetzbar wären. „Diese Unterstützung ist unabdingbar, um den Bürgerinnen und Bürgern eine gute und moderne Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung stellen zu können.“
Der Landkreis plant den Ausbau des rund zwei Kilometer langen Radwegs entlang der K 1017, der im Radverkehrsnetz des Landkreises eine Hauptverbindung erster Ordnung darstellt. Der bestehende, zu schmale und sanierungsbedürftige Radweg mit zu geringem Sicherheitsabstand zur Fahrbahn soll überwiegend auf drei Meter verbreitert werden. Außerdem soll auf der Markung Rutesheim eine neue Querungshilfe auf Höhe Flachter Tor am Waldrand geschaffen werden. Gleichzeitig muss die Straßenentwässerung im Wasserschutzgebiet erneuert werden.
Bei Investitionskosten in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro stehen für die Gesamtmaßnahme mittlerweile insgesamt rund 2,3 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land zur Verfügung. „Klimaschutz ist immer konkret“, betonte Thomas Kralinski bei der Übergabe des jüngsten Förderbescheids. Er brauche neben dem Willen der Beteiligten auch vernünftige finanzielle und personelle Ressourcen. „Genau da setzen wir mit der NKI an: Mit unseren Fördermitteln unterstützen wir Kommunen wie den Landkreis Böblingen dabei, Klimaschutz vor Ort umzusetzen und erlebbar zu machen.“
Der neue Rad- und Fußweg ermögliche ein sicheres Nebeneinander, schütze das Klima und ermögliche es insbesondere Berufspendlern und Schülern schnell und komfortabel mit dem Rad zur Arbeit und Schule zu kommen, schloss Thomas Kralinski. Die Ausschreibung soll noch im Herbst 2026 erfolgen. Die Bauarbeiten sollen dann – die positive Vergabezustimmung des Kreistags vorausgesetzt – möglichst bald im Frühjahr starten.

