Wassersparen im Alltag leicht gemacht

Die Folgen des Klimawandels sind auch in Deutschland schon zu spüren. Durch viele Jahre mit zu niedrigen Niederschlägen erhielten Grundwasserspeicher vielerorts deutlich weniger Wasser. Da Trinkwasser weltweit und auch bei uns immer knapper wird, sind wir alle angehalten, verantwortungsvoll zu handeln und schonend mit den Ressourcen umzugehen.

Wasser sparen im Garten

Pflanzen und Böden leiden unter dem Hitzestress – nach Wochen der Trockenheit hat es letzte Woche endlich mal wieder geregnet. Auf diese trockenen und heißen Sommer müssen wir uns in den kommenden Jahren einstellen: Die Anzahl der Tage über 30°C wird sich bis 2050 verdoppeln, die Zahl der Tage über 25°C wird um ein Drittel zunehmen. Auch die Anzahl der Trockenperioden wird in der Zukunft steigen. (https://lokale-klimaanpassung.de/lokales-klimaportal/)

Pflanzen, vor allem Bäume erfüllen wichtige Funktionen: neben der Aufnahme von Kohlendioxid und der Produktion von wichtigem Sauerstoff, sorgen sie durch die Verdunstung von Wasser über die Blätter für ein kühleres Mikroklima.

Bei hochsommerlichen Temperaturen und Zeiten ohne Niederschläge ist Wasser der limitierende Faktor für Pflanzen, um zu wachsen und zu überleben. Gerade jetzt müssen wir Pflanzen besonders gut gießen, damit sie den Sommer überstehen. Hier gibt es einige Tipps, wie man seinen Garten klug bewässern kann, ohne Wasser zu verschwenden:

  • Rasen nicht jede Woche mähen, da er sonst schneller austrocknet; Mulchmähen verringert die Verdunstung.
  • Nach langer Trockenheit Pflanzen erst angießen, nach ein paar Minuten dann richtig gießen, sonst versickert das Wasser zu schnell.
  • Rindenmulch auf Beeten, unter Bäumen und Sträuchern hält die Feuchtigkeit im Boden.
  • Tropfschläuche statt Rasensprenger verwenden: Rasensprenger brauchen viel Wasser und das Wasser verdampft schneller.
  • Für den Standort passende Pflanzen wählen, Verschattungsinseln schaffen.
  • Regen- und Brauchwasser nutzen (Regentonnen, Zisternen, Brauchwasser).
  • Am besten früh morgens oder abends gießen (abends lockt die feuchte Erde jedoch Schnecken an).
  • Nach längeren Regenfällen Boden z.B. mit einer Hacke bearbeiten, um so die Verdunstung zu verringern.
  • Pflanzen gezielt wässern – direkt am Wurzelbereich gießen, ggfs. Gießmulde formen.
  • Seltener aber durchdringend gießen damit Pflanzen ein tief reichendes Wurzelwerk entwickeln können.

Prüfen Sie dennoch vor jedem Gießen, ob es wirklich notwendig ist. Kurzzeitiger Trockenstress ist für die meisten Pflanzen nicht schlimm, sondern sogar förderlich. Rasen und Stauden können sich außerdem nach Trockenheit gut regenerieren.

Die Tipps werden auch in den Stadtnachrichten veröffentlicht.

Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis); Umweltbundesamt (UBA); CO₂-Bilanzierungsdaten auf Basis von Branchen-Ökobilanzen (GUTcert).

Jemand gießt mit einer grünen Gießkanne Pflanzen im Garten.
Foto: pixabay