Ein halbes Jahrhundert gelebte Gemeinschaft in unserer Mitte
Mit einem stimmungsvollen Fest feierte der Griechische Elternverein Rutesheim am 4. Juli 2026 sein 50-jähriges Bestehen. Zahlreiche Mitglieder, ehemalige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Vertreter der Stadt sowie viele Gäste kamen zusammen, um dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu begehen.
Der Vorsitzende Apostolos Giogas und Fotios Tsifotidis blickten in ihren Festreden auf die bewegte Geschichte des Vereins zurück. Gegründet wurde der Griechische Elternverein im Jahr 1976 mit dem Ziel, den Kindern griechischer Familien Sprache, Kultur und Tradition ihrer Heimat zu vermitteln. Über viele Jahre war die griechische Schule in Rutesheim Mittelpunkt des Vereinslebens. Auch nach deren Schließung im Jahr 2012 gelang es dem Verein, neue Aufgaben zu finden und die Gemeinschaft lebendig zu erhalten.
Heute prägen insbesondere der griechische Tanzkreis, die Pflege der griechisch-orthodoxen Kapelle auf dem Rutesheimer Friedhof sowie die aktive Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben der Stadt den Verein. In seiner Rede dankte Apostolos Giogas den vielen Ehrenamtlichen, Unterstützern und Wegbegleitern, die den Verein über fünf Jahrzehnte hinweg getragen haben. Ein besonderer Dank galt den Gründern des Vereins sowie dem langjährigen Vorsitzenden Panagiotis Georgalis, dessen Engagement bis heute nachwirkt.
Für die Stadt Rutesheim überbrachte der Erste Beigeordnete Martin Killinger die Glückwünsche von Gemeinderat und Bürgerschaft. Er würdigte den Griechischen Elternverein als festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und als wichtige Brücke zwischen den Kulturen. Die griechischen Mitbürgerinnen und Mitbürger seien seit vielen Jahrzehnten hervorragend in das Leben der Stadt integriert und bereicherten Rutesheim in vielfältiger Weise – sei es in Schulen, Vereinen, im Berufsleben oder im täglichen Miteinander.
Martin Killinger erinnerte zugleich an die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein. So unterstützte die Stadt unter anderem den Bau der Lagerhäuser im Bonholz sowie die Errichtung der griechisch-orthodoxen Kapelle auf dem Friedhof. Als Zeichen der Anerkennung überreichte er dem Verein im Namen der Stadt eine Jubiläumsspende in Höhe von 500 Euro.
Im Mittelpunkt des Jubiläums stand jedoch vor allem das Miteinander. Bei griechischer Musik, traditionellen Tänzen und kulinarischen Spezialitäten verbrachten die Gäste gesellige Stunden in herzlicher Atmosphäre. Viele nutzten die Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und gemeinsam auf fünf Jahrzehnte Vereinsgeschichte zurückzublicken.

