Wie kann die Rutesheimer Innenstadt auch in Zukunft attraktiv und lebendig bleiben?

Und welchen Beitrag können Stadt und örtliche Unternehmen dazu leisten?

Diese Fragen standen am Dienstagmorgen beim Unternehmensfrühstück der Stadt Rutesheim im Bürgersaal im Mittelpunkt. Einige Unternehmerinnen und Unternehmer waren bereits früh der Einladung gefolgt, um sich bei Kaffee, Brezeln und Brötchen über die Ergebnisse der Analyse der Innenstadtberatung der IHK Region Stuttgart zu informieren.

Für Bürgermeister Tobias Pokrop war es das erste Unternehmensfrühstück seit seinem Amtsantritt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begrüßte er gemeinsam mit Erstem Beigeordneten Martin Killinger und Wirtschaftsförderin Erika Haak die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Pokrop machte deutlich, dass Wirtschaft und Kommunen vor großen Veränderungen stehen. Umso wichtiger sei die Frage, was Kommune und Unternehmen tun können, um die Innenstadt zu erhalten und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Einen detaillierten Einblick in die Untersuchung gab anschließend Martin Eisenmann von der IHK Region Stuttgart. Im Rahmen der Analyse war zunächst die Ist-Situation in Rutesheim betrachtet worden. Dazu wurden unter anderem Stärken und Schwächen der Innenstadt untersucht, der Innenstadtbereich definiert sowie Kontakte zu Händlern und Dienstleistern aufgenommen. Mehr als 100 Fragebögen flossen in die Auswertung ein.

Gute Bewertung für Rutesheim Dabei zeigte sich für Rutesheim eine erfreuliche Ausgangslage: Im Schulnotensystem erreichte die Stadt bei der Befragung einen Durchschnittswert von 2,38 – laut Eisenmann ein sehr guter Wert. Zusätzlich wurde eine Online-Befragung durchgeführt, deren Ergebnisse entgegen der üblichen Erfahrung nicht kritischer ausfielen. Gleichzeitig machte Eisenmann deutlich, dass sich Innenstädte und der stationäre Handel
bereits seit Jahren in einem grundlegenden Wandel befinden. Die Handelsnutzung vor Ort gehe tendenziell zurück, eine Entwicklung, die bereits vor der Corona-Pandemie eingesetzt habe. Hinzu kämen wirtschaftliche
Herausforderungen für die stark von der Automobilindustrie geprägte Region. Für die weitere Entwicklung komme es deshalb darauf an, Veränderungen aktiv zu begleiten und neue Wege auszuprobieren.
Die Ergebnisse der Analyse zeigen unterschiedliche Handlungsfelder für Stadt und Unternehmen auf. Für die Kommune wird es unter anderem darum gehen, das Gemeinschafts-und Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, im Gespräch zu bleiben, langfristige Ziele zu entwickeln und zugleich die finanziellen Möglichkeiten im Blick zu behalten. Bürgermeister Tobias Pokrop unterstrich die Bedeutung des Austauschs mit den örtlichen Unternehmen.
Nicht bei allen Themen werde man immer einer Meinung sein. Entscheidend sei jedoch, unterschiedliche Standpunkte zu diskutieren und sich gemeinsam mit den anstehenden Herausforderungen auseinanderzusetzen.
Welche konkreten Schritte aus der Umfrage entstehen, wird Teil des weiteren Prozesses sein. Das Unternehmensfrühstück bot zunächst Gelegenheit, die Ergebnisse kennenzulernen, Fragen zu stellen.

Hier sind Bürgermeister Tobias Pokrop, IHK Region Stuttgart Martin Eisenmann, Wirtschafsföderin Erika Haak und Erster Beigeordneter Martin Killinger (v.l.) zu sehen.
Foto: Bürgermeister Tobias Pokrop, IHK Region Stuttgart Martin Eisenmann, Wirtschafsföderin Erika Haak und Erster Beigeordneter Martin Killinger (v.l.)