Spatenstich für neuen Hort an der Grundschule in der Hindenburgstraße
Platz bei Bedarf für 270 Schülerinnen und Schüler
Mit dem symbolischen Spatenstich ist am Montag der offizielle Startschuss für den Neubau/Erweiterung des Horts an der Grundschule in der Hindenburgstraße gefallen. Zahlreiche Kinder der benachbarten Schule verfolgten gespannt, wie Bürgermeisterin Susanne Widmaier, ihr Nachfolger Tobias Pokrop, Erster Beigeordneter Martin Killinger sowie Markus Weigert, Projektleiter im Bauamt, Hortleiterin Lisa Killinger, Planer und Vertreter der beteiligten Baufirmen gemeinsam zum Spaten griffen.
Der neue Hort entsteht direkt neben dem Standort der Grundschule in der Hindenburgstraße. Zuvor waren seit Beginn der Planungen im Dezember 2023 auch alternative Standorte geprüft worden. Aufgrund des benötigten Raumangebots und der zwingenden Nähe zur Schule erwies sich jedoch ausschließlich dieser Standort als geeignet. „An dieser Stelle stand das ehemalige Lehrerwohngebäude, das das Stadtbild durchaus geprägt hat. Die Entscheidung für den Abbruch haben sich Stadt und Gemeinderat nicht leicht gemacht“, betonte Bürgermeisterin Susanne Widmaier. Angesichts des kommenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung sei der Neubau jedoch dringend erforderlich. Sie zeigte sich überzeugt: „Wir werden einen tollen neuen Hort bekommen.“ Die bisherigen Planungen sowie die Abbrucharbeiten seien reibungslos verlaufen, die Zusammenarbeit aller Beteiligten sei sehr gut. Der Spatenstich markiere nun den sichtbaren Beginn der Bauphase.
Der Erste Beigeordnete Martin Killinger unterstrich die Bedeutung des Projekts mit konkreten Zahlen: Derzeit werden rund 150 Kinder betreut. Täglich ab 7 Uhr bis zum Unterrichtsbeginn und nach Unterrichtsende bis 17 Uhr, an vielen schulfreien Tagen durchgehend. Mit dem Neubau können langfristig bei Bedarf künftig alle 270 Schülerinnen und Schüler der Grundschule in der Hindenburgstraße aufgenommen werden. „Wir tun alles dafür, dass unsere Betreuung auch in Zukunft zuverlässig und qualitativ hochwertig erfolgt“, sagte Martin Killinger. Damit werde auch der künftige Rechtsanspruch erfüllt.
Für den Hort selbst sind Baukosten in Höhe von 3,861 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen drei Wohnungen mit Gesamtkosten von 1,781 Millionen Euro, sodass sich das Gesamtvolumen des Projekts auf 5,642 Millionen Euro beläuft. Das Regierungspräsidium Stuttgart bewilligte am 18. August 2025 eine Förderung in Höhe von 2,887 Millionen Euro als Festbetrag. Dies entspricht 70 Prozent der Baukosten für den Hort.
Der Neubau bietet auf insgesamt 751 Quadratmetern im Erd- und Obergeschoss moderne Räume für die Betreuung. Im Erdgeschoss entstehen unter anderem eine Mensa mit Spülküche und Aufwärmküche. Im Untergeschoss sind Abstellräume, Technikräume sowie eine Waschküche vorgesehen. Ergänzend werden im Gebäude drei Wohnungen geschaffen: Zwei mit jeweils rund 100 Quadratmetern Nutzfläche sowie eine weitere mit etwa 55 Quadratmetern.
Auch energetisch setzt das Projekt Maßstäbe: Geplant ist ein flach geneigtes, begrüntes Pultdach, das mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet wird. Beheizt wird das Gebäude über eine Luftwärmepumpe. Die Rohbauarbeiten sollen im März beginnen. Die Fertigstellung und Eröffnung des neuen Horts ist für September 2027 vorgesehen.
