Nahwärme Rutesheim: Startpunkt für ein wachsendes Netz
Wie bereits in der letzten Ausgabe berichtet, ist die neue Energiezentrale nahe des Schulzentrums kürzlich in Betrieb gegangen. Damit wurde ein zentrales Projekt der kommunalen Wärmeplanung erfolgreich umgesetzt – vom Spatenstich über die Bauphase bis hin zur ersten Wärmelieferung.
Im Mittelpunkt steht die Idee, die Wärmeversorgung in Rutesheim langfristig klimafreundlich, regional und unabhängiger zu gestalten. Dafür kommt in der Energiezentrale modernste Technik zum Einsatz: Wärmepumpen nutzen Umweltenergie aus der Umgebungsluft. In den Wintermonaten wird die Versorgung durch eine Holzheizanlage ergänzt, die mit regionalen Hackschnitzeln betrieben wird. Ein Großwärmespeicher mit 1.000 Kubikmetern sorgt dafür, dass Erzeugung und Verbrauch aufeinander abgestimmt werden und die Versorgung jederzeit zuverlässig bleibt.
Mit der Inbetriebnahme werden zunächst vor allem öffentliche Gebäude versorgt – darunter das Schulzentrum, die Bühlhallen sowie der Jugendtreff und weitere Einrichtungen und private Gebäude entlang der Robert-Bosch-Straße. Diese erste Ausbaustufe ist bewusst als Einstieg gewählt. Denn das Wärmenetz ist langfristig angelegt und soll Schritt für Schritt erweitert werden. Die Energiezentrale wurde so dimensioniert, dass sie rund 20 % des Wärmebedarfs von Rutesheim und somit künftig deutlich mehr Gebäude versorgen kann. Der weitere Ausbau erfolgt dabei abschnittsweise – zunächst in Richtung Innenstadt. Die Stadtwerke Rutesheim werden die Anlieger entlang der geplanten weiteren Nahwärme-Trasse (Moltkestraße, Hofrainstraße, Renninger Straße, Kirchstraße, Schillerstraße, Rennerstraße, Salzburger Straße) in Kürze schriftlich informieren und zudem kostenfreie Beratungen anbieten.
Die neue Energiezentrale markiert damit den Anfang einer langfristigen Entwicklung. Schritt für Schritt soll ein Wärmenetz entstehen, das die Stadt nachhaltiger und unabhängiger von den fossilen Brennstoffen Öl und Gas macht und deren Verbrauch künftig reduziert.

