Baubetriebshof macht aus Schotterbeeten künftige Insektenparadiese

Als Stadtverwaltung muss man mit dem besten Beispiel voran gehen. Das ist Bürgermeisterin Susanne Widmaier sehr wichtig. Und deshalb war das Team des städtischen Baubetriebshofes auf ihre Initiative hin in der letzten Woche in Sachen Umweltschutz im Einsatz. Die beiden Schotterbeete in den Straßenteilern an der Ecke Leonberger Straße und Dieselstraße sind in künftige Insektenparadiese umgestaltet worden.

Dass es zu dieser Umbauaktion gekommen ist, ist für die Rathauschefin ein ganz logischer und notwendiger Schritt. Schließlich hat das Land Baden-Württemberg ein Schottergärten-Verbot formuliert und auch der Rutesheimer Gemeinderat hat beschlossen, künftig keine Schottergärten mehr in den Baugebieten zuzulassen. „Wir können nicht von anderen erwarten, den Klimawandel ernst zu nehmen und es selbst nicht tun.“

Ursprünglich wurden die beiden Schotterbeete im Jahr 2014 als Straßenteiler angelegt, weil sie relativ pflegeleicht sind. Die gepflanzten Bäume und einzelne Gräser in der Schotterfläche brauchten nicht viel Aufmerksamkeit. Arbeitserleichterung darf aber in diesem Fall nicht über dem Umweltschutz stehen. Im Gegenteil: in diesen beiden Beeten sollen Bienen und andere Insekten im nächsten Jahr üppige Sammelstellen finden.
 

Siegfried Kappus, der Leiter des Baubetriebshofes, und sein Team baggerten die beiden Schotterbeete aus und füllten sie mit Pflanzsubstrat wieder auf. Auf 125 Quadratmeter wurden Staudenmischungen gepflanzt, die von Frühjahr bis Herbst blühen werden, sobald sie etwas angewachsen sind. „Der Pflegeaufwand wird in den ersten ein bis zwei Jahren etwas intensiver sein, bis die Stauden den Boden völlig bedecken“, so Kappus. Bis dahin muss regelmäßig das Beikraut entfernt werden.

Zu sehen sind städtische Mitarbeiter, die mit einem kleinen Bagger das ursprüngliche  Schotterbeet mit Erde befüllen