Baubetriebshof verwandelt weitere Schotterbeete in Insektenparadiese

Immer und überall im Einsatz für den Umweltschutz

Vor dem Friedhof in Rutesheim grünt und summt es künftig, wo zuvor nur karger Kies lag. Als Bürgermeisterin Susanne Widmaier und Erster Beigeordneter Martin Killinger vergangene Woche bei einem Termin auf dem Friedhof waren, bemerkten sie am Eingang an der Kreuzung Gebersheimer Straße/Hegelstraße eine unerwünschte städtische Schotterfläche.

Kurzerhand besprachen sie sich mit Siegfried Kappus, dem Leiter des Baubetriebshofs, und dieser machte sich mit seinem Team sofort an die Arbeit. Inzwischen ist der Schotter entfernt und die Flächen sind bereits neu bepflanzt mit trockenverträglichen Steinpflanzen.

Schon zuvor hat sich Susanne Widmaier für die Entsiegelung städtischer Schotterbeete eingesetzt. Damals wurden auf ihre Initiative hin die beiden Straßenteiler an der Ecke Leonberger Straße und Dieselstraße in künftige Insektenparadiese umgestaltet. Nach dem Schottergärten-Verbot des Landes Baden-Württemberg hatte der Rutesheimer Gemeinderat beschlossen, künftig ebenfalls keine Schottergärten in Baugebieten mehr zuzulassen. Und eine Stadtverwaltung, hatte Susanne Widmaier erklärt, müsse mit gutem Beispiel vorangehen. Das bekräftigte sie auch dieses Mal: „Um glaubwürdig zu sein, dürfen wir als Stadt das auch nicht machen, und wenn wir dies in der Vergangenheit gemacht haben, müssen wir es jetzt ändern.“

Doch das ist nicht der einzige Grund für das schnelle und entschlossene Handeln der Bürgermeisterin in dieser Angelegenheit. Die Entsiegelung der Schotterflächen ist ihr auch ein persönliches Anliegen „Mir ist die Sache sehr wichtig, weil sich mehrere Aspekte dahinter verbergen“, erklärt sie. „Natürlich ist eine schön bepflanzte Fläche viel schöner als ein Schotterbeet. Darüber, was pflegeleichter ist, kann man sich streiten. Vor allem aber ist uns der Klimaschutz sehr wichtig. Wir brauchen möglichst viel Grün in unserer Stadt und möglichst wenige versiegelte Flächen, bei denen das Wasser schlechter abläuft. Mit Grünflächen fühlen wir uns wohler, sie binden CO², kühlen die Stadt ab und speichern Wasser.“

Pflanzbeet mit Grünpflanzen vor dem alten Tor am Eingang zum Friedhof.
Nachher
Schotterbeet mit Grünpflanzen vor dem alten Tor am Eingang zum Friedhof.
Vorher