Rutesheim beteiligt sich an Nikolausaktion der AGFK

Für mehr Sicherheit im Verkehr„Eine gute Fahrrad-Beleuchtung kann Leben retten“

RadfahrerInnen, insbesondere die SchülerInnen darunter, staunten nicht schlecht, als sie am Nikolaustag frühmorgens aus drei Richtungen zu den Radabstellanlagen des Schulzentrums in der Robert-Bosch-Straße kommend nicht etwa vom Nikolaus, sondern von der Polizei angehalten wurden. Für eine gute Beleuchtung am Drahtesel gab es ein dickes Lob. Wer an seinem Licht noch arbeiten muss, bekam zwar nicht die Rute, aber einen eindringlichen Hinweis, wie wichtig eine gute Beleuchtung für die Verkehrssicherheit ist. Sehen und gesehen werden – das ist vor allem in der dunklen Jahreszeit von elementarer Bedeutung.

Die Beamten des Polizeipostens Rutesheim und der städtische Vollzugsbeamte René Seyfert hatten zwischen 7.15 und 8 Uhr mit exakt 127 Radlerinnen und Radlern persönlichen Kontakt und bei nicht weniger als 21 Rädern – das sind immerhin 16 Prozent – war die Beleuchtung defekt oder gar nicht vorhanden. Das ist zwar eine deutliche Verbesserung zu den Vorjahren, denn gegenüber den 33 Prozent im Jahr 2019 konnte der Prozentsatz immerhin halbiert werden und auch 2020 waren noch rund 25 Prozent der Räder beanstandet worden, aber 16 Prozent sind immer noch 16 Prozent zu viel. „Hier muss dringend nachgebessert werden“, mahnt Erster Beigeordneter Martin Killinger. Sein dringender Appell vor allem an die Eltern der SchülerInnen lautet daher: „Werfen Sie einen kritischen Blick auf die Räder Ihrer Kinder und sorgen Sie für eine gute Beleuchtung und die allgemeine Verkehrssicherheit des Rades und Ihres Kindes. Helm, Licht und Bremsen können Leben retten!“

Die Stadtverwaltung und der Polizeiposten Rutesheim bedanken sich mit dieser Aktion zum wiederholten Male bei allen Radfahrerinnen und Radfahrern, die in der dunklen Jahreszeit mit einer guten Beleuchtung für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Und das ist glücklicherweise die Mehrheit. Dennoch wird Rutesheim die Aktion, die übrigens Bestandteil einer landesweiten Nikolausaktion der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) ist, voraussichtlich auch im nächsten Jahr wiederholen. „Und wir hoffen sehr auf eine geringere Beanstandungsquote“, so Martin Killinger.

Hier sehen Sie ein Plakat vom agfk BW und der Radkultur BW mit drei Fahrrädern und dem Schriftzug: Lass dich mal wieder sehen!
Bildquelle: agfk BW und Radkultur BW