Photovoltaikmodule auf dem Dach der Kläranlage

11.000 Euro und 41,4 Tonnen CO2 können künftig eingespart werden

Die Rutesheimer Kläranlage ist in den vergangenen sechs Wochen mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet worden. Über die Module wird künftig ein Teil des Strombedarfs abgedeckt. „Das wird etwa 11.000 Euro im Jahr einsparen und dazu 41,4 Tonnen CO2, schätzt Andreas Hofmann vom Bauamt.

Den kompletten Strombedarf der Kläranlage kann man über die Photovoltaik nicht abdecken. Dafür ist der Verbrauch schlicht zu hoch. Die Kläranlage ist an 365 Tagen im Jahr für die Rutesheimerinnen und Rutesheimer in Betrieb. Allerdings ist das der Grund, warum sich gerade hier eine Photovoltaikanlage lohnt.  In anderen Gebäuden wird nicht rund um die Uhr Strom benötigt. Da es keine Puffermöglichkeiten gibt, würde ungenutzter Strom ins Netz der Energieanbieter fließen – und diese Option ist aktuell unattraktiv. Als Beispiel führt Andreas Hofmann an: „Eine Schule ist im Sommer lange geschlossen, gerade dann, wenn die Photovoltaikanlage am meisten Energie erzeugt.“ Man kann die Photovoltaik nicht einfach an- und abschalten und dann nutzen, wenn sie gebraucht wird.

Stromerzeugung für die Kläranlage durch Photovoltaik dient natürlich dem großen Ziel, als Stadt klimaneutral zu werden. Insgesamt wurden 100.000 Euro investiert. Die Summe wird sich nach rund zehn Jahren amortisiert haben.

Zu sehen ist das Gebäude der Kläranlage von oben mit den Photovoltaikmodulen auf dem Flachdach.