Perouse ist nun ganz offiziell „Waldenserort“

Perouse ist von 2022 an ganz offiziell „Waldenserort“. Anfang des Jahres hatte der Gemeinderat auf Vorlage der Stadt einstimmig beschlossen, einen entsprechenden Antrag zu stellen, und nun hat das Innenministerium diesen zur Freude von Bürgermeisterin Susanne Widmaier und Erstem Beigeordneten Martin Killinger bewilligt.

Vergangenen Donnerstag erhielten sie bei einer Online-Feierstunde die offizielle Genehmigung für Perouse, die Zusatzbezeichnung zu führen und auf den gelben Ortstafeln an den Ortseingängen anzubringen. „Perouse hat eine einmalige, besondere Geschichte. Wir sind stolz auf dieses Erbe und freuen uns sehr darüber, dass dieses nun offiziell anerkannt ist.“

Der Landtag Baden-Württemberg hatte Ende letzten Jahres durch eine Änderung der Gemeindeordnung die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass Gemeinden oder einzelne Ortsteile Zusatzbezeichnungen führen können, die auf ihre geschichtliche Vergangenheit, eine Eigenart oder ihre heutige Bedeutung verweisen. „Für uns war sofort klar, dass wir diese Chance, BesucherInnen und BürgerInnen auf die historisch wertvolle Ortsgeschichte hinzuweisen, nutzen wollen“, kommentiert Susanne Widmaier. Schließlich, so heißt es in der Vorlage für den Gemeinderat, erfülle Perouse die dafür notwendigen Voraussetzungen auf ganz besondere Weise. Das sah auch der Gemeinderat so, der entsprechende Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Perouse ist stolz auf sein historisches Erbe

„Unser Waldenserort Perouse ist ein Kleinod im Kreis Böblingen mit historischen Wurzeln“, schrieb die Stadt in ihrem Antrag. „Perouse hat sich trotz schwerer Anfänge nach Vertreibung und Flucht insbesondere in den letzten Jahrzehnten seiner 300-jährigen Geschichte prächtig entwickelt.“ Sein Waldensererbe ist integraler Bestandteil von Perouse und spiegelt sich in den unveränderten historischen Bezeichnungen der Straßen und Flurnamen, wie Henri-Arnaud-Straße, Im Vallon, Piemontweg, Waldenserstraße, Asartas, A la Prisa, Grand Ordon, Pinadelle und Premier Ordon und in Familiennamen wider. „Es ist nur konsequent, dass es sich nun auch im Ortsnamen spiegeln wird“, so Erster Beigeordneter Martin Killinger.

Hier sind Frau Bürgermeisterin Susanne Widmaier und Herr Martin Killinger unter dem neuen Ortseingangsschild Perouse zu sehen
Bürgermeisterin Susanne Widmaier und Erster Beigeordneter Martin Killinger