Weitere städtebaulichen Erneuerungen stehen in den Startlöchern

Die Ortskernsanierung Rutesheim geht weiter. Die Gemeinderäte stimmten in der jüngsten öffentlichen Sitzung der Anlage eines weiteren Sanierungsgebiets „Ortskern Rutesheim IV“ mit dem dafür vorgesehenen Geltungsbereich und den Neuordnungsvorschlägen des Büros Architekten Stadtplaner Zoll zu und beschlossen einstimmig, einen Förderantrag für dieses Gebiet einzureichen.

Ziel der geplanten Maßnahmen ist die städtebauliche Neuordnung und Aufwertung des Bereichs. In der unverbindlichen Kostenschätzung der Landsiedlung GmbH Stuttgart, sind für den Förderantrag die Gesamtausgaben mit 4,2 Millionen Euro angesetzt. Für Bürgermeisterin Susanne Widmaier steht fest, dass die Ortskernsanierungen der vergangenen 40 Jahre einen enormen Teil dazu beigetragen haben, dass Rutesheim heute eine attraktive, lebens- und liebenswerte Stadt ist, in der sich die Menschen wohlfühlen. Rutesheim sei auf dem Sektor der städtebaulichen Erneuerung ein absolutes Vorzeigeprojekt in Baden-Württemberg. „Diese Entwicklung wollen wir fortführen und zudem den einen oder anderen Missstand beheben“, begründete sie den Wunsch, ein neues Sanierungsgebiet „Ortskern Rutesheim IV“ auf den Weg zu bringen und einen entsprechenden Förderantrag zu stellen.

Die geplanten Maßnahmen sind zudem positiv für den Klimaschutz, weil insbesondere durch den Abbruch beziehungsweise die vollständige Modernisierung von nicht oder nur schlecht gedämmten Altbauten und durch die Realisierung zeitgemäßer neuer Gebäude erheblich weniger Heizenergie benötigt und damit der CO<sub>2</sub>-Ausstoß erheblich verringert wird. Ausgangspunkt für die Überlegungen für ein neues Sanierungsgebiet war die Umgestaltung der Gebersheimer Straße im Zuge der für das Jahr 2023 geplanten Kanalarbeiten und Erneuerung der Wasserleitung. Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten soll die Gebersheimer Straße früheren Sanierungsabschnitten in der Innenstadt entsprechend umgestaltet werden. Entlang der Gebersheimer Straße sollen in diesem Zuge verschiedene private Wohngebäude, Höfe und Scheunen durch Abbruch und Neubebauung oder Renovierung und Instandsetzung einer städtebaulichen Neuordnung zugeführt werden, unterstützt mit Fördermitteln.

Gemeinderat stimmt für den Förderantrag

Die Stadt Rutesheim reicht einen Förderantrag für ein neues Sanierungsgebiet ein. Der Gemeinderat steht geschlossen hinter dem Vorhaben. Kein Wunder: das angedachte Sanierungsgebiet „Ortskern Rutesheim IV“ wird die Entwicklung der Stadt weiter voranbringen.

Der Lageplan „Neuordnung“ des Büros Zoll zeigt die Bereiche, in denen Neubauten vorgeschlagen werden und Bereiche, in denen Renovierungen oder Instandsetzungen möglich sind. Grundsätzlich gilt, dass mit Zustimmung der Stadt auch Gebäudesanierungen zugelassen werden können, wo es bisher einen Neubebauungsvorschlag gibt und umgekehrt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist und bleibt das Quartier Zimmeregart, das erneut aufgenommen wurde, da unverändert hoher Bedarf für eine Neuordnung besteht. Um die beiden Gebiete zu verbinden, wurde auch die Holderstraße erneut einbezogen. Diese ist zwar nicht förderfähig, da sie erst vor rund 20 Jahren saniert wurde, die angrenzenden privaten Wohngebäude aber können so mit Zuschüssen gefördert und saniert werden. Voraussetzung ist eine deutliche Substanzverbesserung, etwa durch Vollwärmeschutz, Wärmedämmung des Daches, neue Heizung oder neue Fenster.

Ebenfalls enthalten sind das Quartier an der Pfarrstraße/Pforzheimer Straße/Kirchstraße mit der früheren Gaststätte „Adler“ und der Gebäudebestand Ecke Renninger Straße/Pforzheimer Straße. Der vorgesehene Abbruch und die Neuordnung der beiden Gebäude Flachter Straße 8 und Kirchstraße 24 sind bereits bekannt, ergänzt wurden der Bereich nördlich der Kirchstraße/Ecke Flachter Straße und der Altbaubestand im Bereich der Schmalzgasse.

Die Räte stimmten sowohl dem Vorschlag einen Förderantrag zu stellen um ein neues Sanierungsgebiet „Ortskern Rutesheim IV“ einzuleiten als auch dem dafür vorgesehenen Geltungsbereich zu und nahmen die Kosten- und Finanzierungsübersicht der Landsiedlung GmbH, Stuttgart, zur Kenntnis, die die angesetzten Gesamtausgaben mit 4,2 Millionen Euro benennt. Diese Schätzung ist rein informativ und unverbindlich und dient als Grundlage für den anstehenden Förderantrag, der nun bis Ende Oktober 2021 beim Regierungspräsidium Stuttgart vorgelegt werden muss. Mit einer Entscheidung ist im Frühjahr 2022 zu rechnen.

Ansicht Lageplan