Neuer Bußgeldkatalog ab 9. November 2021 gültig

Für mehr Verkehrssicherheit Klima- und Lärmschutz

Die Verkehrssicherheit, der Klima- und der Lärmschutz haben zu Recht eine sehr hohe Priorität. Jeder Unfall ist einer zu viel. Der Zusammenhang zwischen Kontrollen, Sanktionshöhen und Verhaltensänderung ist eindeutig und wissenschaftlich bewiesen. Im Fokus der StVO-Novelle, auf die sich die Verkehrsminister von Bund und Ländern in der Verkehrsministerkonferenz (VMK) geeinigt hatten, steht das Vorhaben, den Straßenverkehr künftig sicherer und klimafreundlicher zu machen. Am 9. November 2021 tritt der neue Bußgeldkatalog in Kraft.

Was ändert sich?

Zu viele KraftfahrerInnen sind durch ihr Handy am Steuer abgelenkt. Das Mobiltelefon ist mittlerweile Unfallursache Nummer 1 für schwere Unfälle geworden. Der neue Bußgeldkatalog sanktioniert das Handy am Steuer mit 100 Euro und 1 Punkt. Auch das Bußgeld fürs Falschparken steigt künftig an. So werden für das Parken auf Geh- oder Radwegen, unerlaubtes Halten auf Schutzstreifen und das Parken oder Halten in zweiter Reihe fortan bis zu 110 Euro fällig.

Auch die Kosten für das unberechtigte Abstellen des Fahrzeugs auf einem ausgewiesenen Schwerbehinderten Parkplatz steigen nach Verabschiedung der Reform der Straßenverkehrsordnung von 35 Euro auf 55 Euro an. Tiefer in die Tasche müssen VerkehrsteilnehmerInnen auch bei Parkverstößen in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten greifen. Dabei wird das Bußgeld auf 100 Euro erhöht. Darunter fällt auch die Behinderung von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen durch das Falschparken.

Ein wesentlicher Bestandteil der Reform ist auch der Klimaschutz. Neben der Stärkung des Radverkehrs und Maßnahmen für saubere Mobilität wird das sogenannte Autoposing härter bestraft. Die Geldstrafe dafür wird von 20 auf 100 Euro angehoben. Unter das Autoposing fällt beispielsweise das Verursachen von unnötigem Lärm, vermeidbarer Abgasbelastung sowie das belästigende und unnötige Hin- und Herfahren. Nicht zuletzt werden auch  Geschwindigkeitsverstöße strenger bestraft. Die bisherigen Fahrverbotsregelungen mit den Punkten in der Verkehrssünderkartei in Flensburg und einem möglichen Entzug des Führerscheins bleiben unverändert bestehen.
 

Foto Bußgeldtabelle