Trinkwasser in Rutesheim

Weiches Wasser

Eine zentrale Aufbereitungs- und Enthärtungsanlage für die Eigenwasservorkommen des Zweckverbands Renninger Wasserversorgungsgruppe konnte im Zuge der Erweiterung des Haupthochbehälters Mönchsloh verwirklicht und im Sommer 2015 in Betrieb genommen werden. Es handelt sich hierbei um Membranfiltrationsanlagen nach dem neuesten Sand der Technik, die nunmehr bereits ein halbes Jahr störungsfrei in Betrieb sind.
 
Aufgrund mehrerer Anfragen erhalten die interessierten Bürgerinnen und Bürger nochmals vereinfachte Infos über die Funktionsweise der Anlage.
 
Die Aufbereitung des Eigenwassers erfolgt in 2 Stufen.
 
Stufe: Ultrafiltration
 
Hier werden die Rohwässer aus den Brunnen gereinigt und eventuell vorhandene mikrobiologische Belastungen (Trübungen, Bakterien, Viren, Parasiten und Keime) zurückgehalten. Das Rohwasser durchströmt dabei Hohlfasermembranen von innen nach außen. Die zurückgehaltenen Partikel in den Membranen werden in regelmäßigen Zeitabständen durch Rückspülung mit Reinwasser ohne Zusatz chemischer Stoffe abgeleitet.
 
Stufe: Nanofiltration
 
Hier wird ein Teil des Reinwassers der 1. Stufe über eine Niederdruckumkehrosmose-anlage enthärtet. Die dabei eingesetzten noch feineren Membranen entnehmen dem Wasser Bestandteile wie Calcium, Magnesium, Nitrat, die komplett an die Kläranlage in Renningen abgeleitet werden.
 
Danach wird das enthärtete Wasser mit Bodenseewasser und Reinwasser aus der Stufe 1 so vermischt, dass bei den Verbrauchern Trinkwasser mit einem Härtegrad von ca. 8,0° dH ankommt, was dem Härtebereich weich (bis 8,4° dH) entspricht.
 
Im Gegensatz zu den meisten hausinternen Anlagen kommt diese Art der Enthärtung ohne die Zugabe von Zusatzstoffen aus, die sich dann ja oft im Trinkwasser befinden.

Analysewerte des Trinkwassers (341 KiB)