Lärmaktionsplan für die Stadt Rutesheim

Umsetzung des Lärmaktionsplans für die Stadt Rutesheim

In einem mehrstufigen Verfahren mit intensiver Bürgerbeteiligung hat der Gemeinderat am 27. April 2015 den Lärmaktionsplan Rutesheim (LAP) und u.a. beschlossen: Beim zuständigen Regierungspräsidium Stuttgart wird für die noch am stärksten belasteten Bereiche in der Renninger Straße zwischen Ortstafel und Gebäude Renninger Straße 12 sowie in der Pforzheimer Straße zwischen Ortstafel und Gebäude Pforzheimer Straße 37 ebenfalls die 30 km/h-Regelung sowie beim Landkreis Böblingen als Straßenbaulastträger der zeitnahe Einbau eines neuen leiseren Fahrbahnbelags (Asphaltbeton AC 11) sowie beim zuständigen Regierungspräsidium Stuttgart erneut eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 120 km/h für die A 8 zwischen der Anschlussstelle Leonberg-West und dem Parkplatz Höllberg auf Markung Perouse in beiden Fahrtrichtungen, zumindest während der Nachtzeit, beantragt. BS Ingenieure hatten dazu festgestellt, dass die Lärmsituation in Rutesheim im Vergleich zu vielen anderen Kommunen, für die das Büro ebenfalls einen LAP aufgestellt hat bzw. derzeit aufstellt, wesentlich entspannter ist. Die Gründe sind im Wesentlichen, dass die Stadt Rutesheim für die Lärmminderung und für den Lärmschutz schon bislang sehr viel getan und erreicht hat. Unverständlich ist, dass das Regierungspräsidium Stuttgart unverändert – wie schon bei zwei früheren Anträgen der Stadt Rutesheim - eine Geschwindigkeitsbeschränkung mit 120 km/h auf der A 8 trotz der sehr nahen Lage zu umfangreichen Wohnbebauungen selbst in der Nachtzeit abgelehnt hat. BS Ingenieure hatten dazu erneut bestätigt, dass 120 km/h v.a. nachts tatsächlich viel bringen würde. Lt. Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 28.04.1987 muss der „Flüsterasphalt“ auf der A 8 in diesem Abschnitt zwingend jeweils im Abstand von 8 Jahren vollständig erneuert werden, damit er seine große Lärmminderung von 4 dB (A) dauernd gewährleisten kann, die zur Einhaltung der gesetzlichen Lärmgrenzwerte auch erforderlich ist. Nur durch die Gewährleistung der dauerhaften Lärmminderung konnte bzw. durfte diese erhebliche Minderungswirkung im Schalltechnischen Gutachten vom 15.11.1995 berücksichtigt werden. Diese vollständige Erneuerung ist auf der gesamten rd. 10 km langen Neubaustrecke in Abschnitten im Zeitraum 09.05.2016 bis 13.09.2016 erfolgt und damit seither die lärmmindernde Wirkung des „Flüsterasphalts“ wieder optimal.  Das Regierungspräsidium Stuttgart hat nun das beantragte Tempo-Limit von 30 km/h für den westlichen Abschnitt der Pforzheimer Straße bis zur Ortstafel während der Nachtzeit von 22 Uhr bis 6 Uhr genehmigt. Die Straßenmeisterei Leonberg hat die Schilder am 11.02.2016 aufgestellt. Für den südlichen Abschnitt der Renninger Straße hat das Regierungspräsidium Stuttgart dieses Tempo-Limit abgelehnt, weil die Lärmwerte hier unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen.

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- Anhang I (5,116 MiB)

- Anhang II (1000,7 KiB)